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Glück
K J E S
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19.11.2006 - Die Seite Glück ist fertig.
Was ist Glück, und wie kann ich es in meinem Leben finden?

Das Kind sagt: "Wenn ich groß bin, kann ich machen, was ich will. Dann werde ich richtig glücklich sein."

Der Erwachsene sagt: "Wie schön war die Kindheit. Ich hatte keinerlei Verantwortung; damals konnte ich richtig glücklich sein."

Der ältere Mensch sagt: " Die schönen Zeiten sind vorbei. Ich wäre glücklich, wenn ich noch einmal jung sein könnte."

Zum Glück sagen das nicht alle Menschen, aber doch sehr viele. Glücklich sind anscheinend immer nur die anderen.

Macht die Erfüllung materieller Wünsche glücklich? Denken wir doch mal daran, wie es war, als wir etwas geschenkt bekamen oder uns etwas kaufen konnten, was wir uns lange Zeit sehnlichst gewünscht hatten.

Wie lange hielt unser Glück und unsere Freude an? Waren wir daraufhin für alle Zeiten wunschlos glücklich oder tauchten doch wieder neue Wünsche auf?

Es ist sicher sehr schön, sich Wünsche erfüllen zu können oder erfüllt zu bekommen. Es sieht aber so aus, als würde dieses Glück nicht lange anhalten. Wir müssen also etwas suchen, was uns dauerhaft glücklich und zufrieden macht.

Stimmungen, gute Gefühle und Zuneigung, die uns entgegen gebracht werden, machen glücklich, meist sicher auch mehr, als die Erfüllung materieller Wünsche.

Aber hier sind wir auf andere Menschen angewiesen, die uns solche Gefühle entgegenbringen, zum Beispiel die Kinder auf ihre Eltern, die sie lieben und umgekehrt - oder der Freund auf die Freundin etc. Oder können wir diese Gefühle beeinflussen?

Die meisten Menschen - ob Kind oder Erwachsener - haben sich schon einmal ungeliebt und unglücklich gefühlt, aber kaum einer spricht darüber oder will das zugeben.

Dabei wäre es so hilfreich, weil es irgendwann jeden von uns trifft. Derjenige, der sich ungeliebt - und damit oft auch wertlos und ausgegrenzt fühlt, ist mit seinen Gefühlen nicht allein: er sieht oder kennt nur die vielen anderen nicht, denen es ebenso geht. In den unterschiedlichsten Lebensphasen erlebt das jeder. Mal trifft es den einen, und mal den anderen. Verschont bleibt mit ziemlicher Sicherheit niemand.

Deshalb brauchen wir auch keinen Menschen zu beneiden, der glücklich zu sein scheint. Es ist eben meist nur für den Augenblick - morgen, in einer Woche, einem Monat oder sogar einem Jahr kann sich das Blatt schon gewendet haben. Derjenige, der heute glücklich ist, ist dann vielleicht unglücklich, und ich, der Unglücksrabe, schwebe vielleicht im siebten Himmel.

Niemand wählt freiwillig Leid und Elend statt Glück und Frieden. Daher ist davon auszugehen, dass die meisten Menschen nur nicht wissen, dass und wie sie ihr Glück beeinflussen und anziehen können.

Unsere Kinder sehen das, und sie erleben unsere Hilflosigkeit gegenüber schlechten Stimmungen oder gegenüber unserem Leid. Vor allem erleben sie meist, dass wir abwarten, bis es vorüber ist, ohne etwas dagegen zu tun. Und sie werden es genauso machen, weil sie es nicht anders kennengelernt haben: sie werden ebenso gelähmt und hilflos abwarten ohne zu wissen, dass sie etwas für ihr Glück tun können.

Wir haben zum Glück Einfluss auf unser Glück und vor allem auf unsere Stimmung. Deshalb sind wir nicht ausgeliefert. Wir haben die Möglichkeit, durch unsere Gedanken Glücksgefühle zu aktivieren, denn Glück fängt im Kopf an. Daher kann jeder einzelne selbst darüber entscheiden, wie glücklich er ist. Es braucht nur ein wenig Übung.

Viel Leid hätte vermieden werden können, wenn wir die richtigen Methoden der richtigen Lebensweise kennen gelernt hätten - und viel Leid kann vermieden werden, wenn wir dafür sorgen, dass unsere Kinder sie rechtzeitig lernen.

Das Glück, auch in der Familie, beruht auf liebevollem Umgang miteinander, gegenseitigem Verstehen und gütigen Worten. Wenn wir schelten, ist meist Ablehnung die Antwort. Unser gutes Beispiel kann aber mehr dazu beitragen, andere zu ändern als alle Worte, aller Ärger und alles Wünschen. Wenn wir selbst glücklicher werden, überträgt sich das auch auf die Menschen, mit denen wir zusammen kommen.

Glück ist also lernbar. Das gute Beispiel aus der vorangegangenen Generation ist ganz wichtig. Und wenn es fehlt oder verloren gegangen ist: Für unsere Kinder ist es nicht zu spät, wenn wir es wieder in unser Leben integrieren und es ihnen vorleben.

Darüber hinaus gibt es für Kinder kleine Bücher, aus denen sie lernen können, wie das geht mit dem Glück. Schaut oder schauen Sie einfach mal nach unter der Rubrik » Literatur.
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