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Freiheit
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Historie dieser Seite:
18.01.2007 - Die Seite Freiheit ist fertig.
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Freiheit - was ist das eigentlich?
Freiheit kann die unterschiedlichsten Bedeutungen haben. Und jeder Mensch kann etwas anderes unter Freiheit verstehen. Es gibt die unterschiedlichsten Gefühle und Arten von Freiheit: Freisein von Verantwortung, frei von Bevormundung durch Elternhaus, Vorgesetzte oder sogar Partner, Freisein von Beziehungen, Freiheit spüren durch Reisen, frei von dem Wunsch nach materiellem Besitz, Freisein von Krankheit, Gebrechen, ...
Freiheit ist, wenn wir tun und lassen können, was wir wollen. Wirklich frei fühlen wir uns selten, weil wir ständig durch Andere oder durch unsere Umgebung eingeschränkt werden, und zwar in jeder Lebensphase:
Das Klein-, Kindergarten- und Schulkind ist nicht frei. Es ist abhängig von Eltern, Erziehern und Lehrern. Dem Jugendlichen geht es nicht viel besser, obwohl ihm meist schon etwas mehr Freiheit gewährt wird. Ob Kind oder Jugendlicher: beide denken wahrscheinlich: wenn ich erst erwachsen bin, kann ich tun und lassen, was ich will. Dann bin ich endlich frei und kann mein Leben genießen.
Aber auch die Erwachsenen sind nicht frei. Sie werden eingeengt durch Vorgesetzte, Kollegen, die alten Eltern, vielleicht sogar durch den Partner. Abhängig fühlen kann man sich auch von materiellen Dingen, zum Beispiel vom Geld, das nicht ausreichend vorhanden ist oder von der Bank, die keinen Kredit gewähren will.
Was ist dann Freiheit, wenn keiner wirklich frei ist?
Es ist eine Sache der Gedanken, etwas, dass sich in unserem Kopf abspielt. Wirklich abhängig und unfrei müssen wir letztendlich nicht sein, auch wenn das vielleicht schwer durchzusetzen ist oder wir uns dazu nicht in der Lage fühlen. Denn - wer zwingt uns wirklich, mit einem ungenießbaren Vorgesetzten etc. auszukommen; wer zwingt uns, zur Arbeit zu gehen oder zu einer bestimmten Uhrzeit aufzustehen? Tatsächlich keiner - aber natürlich hat das Konsequenzen, die kaum einer zu tragen bereit ist.
Um frei zu werden, müssen wir den Spieß umdrehen: Ab heute tue ich alles, was ich tun muss, freiwillig. Das braucht etwas Übung, aber es lässt sich im Laufe des Lebens lernen - und: Es lohnt sich. Wenn ich etwas tun muss oder sogar dazu gezwungen werde, gebe ich meinen Widerstand auf, akzeptiere und bin frei!
Eine Freiheit, über die wir uns oft nicht bewusst sind, ist die Freiheit der Gedanken. Es gibt ein altes Volkslied über die Gedankenfreiheit:
Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten?
Sie fliegen vorbei wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen.
Es bleibet dabei: die Gedanken sind frei!
Die Gedanken sind tatsächlich vollkommen frei. In der Praxis kann das folgendermaßen aussehen:
Hat ein Kind oder Jugendlicher zum Beispiel Hausarrest erhalten und fühlt sich eingesperrt in seinem Zimmer und unfrei, kann er, statt traurig oder wütend zu sein, seine Gedanken wandern lassen zu seinen Freunden auf dem Spiel- oder Sportplatz oder sonst irgendwohin, wo er gerne sein möchte.
Für die Erwachsenen gilt das Gleiche. Man kann sogar gedanklich in Urlaub fahren, um sich frei fühlen. Hier steckt ein großes Kraftpotential, das wir nutzen sollten. Sogar einem Menschen, der im Gefängnis sitzt - auch wenn das sicher nicht erstrebenswert ist -, kann niemand seine Gedankenfreiheit nehmen.
In Kürze werde ich allen, die es noch nicht kennen und Interesse daran haben - Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen -, die Möglichkeit geben, gedanklich zu verreisen und sich dabei zu erholen. Der Vorteil dieser gedanklichen Reisen:
Sie kosten nichts, man kann sie täglich, auch mehrmals machen, und fühlt sich schon nach kurzer Zeit besser. Im wirklichen Urlaub können wir oft nicht so schnell auf Erholung umschalten, und so geht der Urlaub manchmal seinem Ende entgegen, wenn wir gerade begonnen haben, ihn wahrzunehmen und zu genießen.
Nachstehend finden Sie/Ihr weitere, wertvolle Gedanken zum Thema Freiheit. Ich wünsche Ihnen und Euch viel Freude beim Lesen und eine immer stärker werdende und anhaltende Freude über die selbst zu schaffende Freiheit.
Auszüge aus dem Buch "Psychotraining", Ritter Verlag:
"... Ein Lebenskünstler lehnt weitgehend jede Art von Gebundenheit ab. Dazu zählen seine Erwartungen - also seine Hoffnungen und Wünsche -, dazu zählen seine Ideologien. Dazu zählt sein Besitz, dazu zählt das Verhaftet sein in so genannten Traditionen, aber auch das Gebundensein an Familie, an andere Menschen. Kein Wort gegen Ehe, Freundschaft, Familie. Aber wo Fesseln existieren, da sind automatisch Neid und Eifersucht auf den Plan gerufen. Bitte glauben Sie nicht, gegenseitige Abhängigkeit sei ein normaler Zustand, weil so etwas bei uns Tradition hat, weil es sich eben so eingebürgert hat ...
Jeder hat das Recht auf seine Freiheit. Niemand hat das Recht, einen anderen zu bevormunden.
Jede Art dieser Gefangenschaft äußert sich in Unwohlsein, in einem Gefühl von Bedrücktheit, - Depressionen sind oft die Folge -, und früher oder später kommt es zu psychosomatischen Erkrankungen ...
Mit der Familie hat es schon seine Richtigkeit, aber wenn wir sie als Mittel gebrauchen, um uns sicher zu fühlen, wird sie zu einem tödlichen Gift ...
Nur wenn der Geist vollkommen allein ist, kann er wissen, was Schönheit ist - in keinem anderen Zustand ist das möglich ... Vollkommen allein zu sein bedeutet, dass der Mensch von jeder Art von Beeinflussung frei ist, ...
Seien Sie sich immer darüber im klaren: Dieses Leben gehört ganz allein Ihnen. Sie wurden allein geboren. Sie werden ganz allein wieder sterben. Und auch wenn Sie mit anderen Menschen zusammen leben, so sind Sie doch letztendlich all-ein, was im Idealfall bedeutet, sich eins mit dem All, mit dem Kosmos, mit der Schöpfung zu fühlen. Allein - dieses Wort sollte für Sie nun nicht mehr mit dem bei uns meist üblichen negativen Beigeschmack behaftet sein. Es bedeutet für Sie ab sofort Freiheit, Eigenständigkeit, Ungebundensein. Welch ein herrliches Gefühl! Welche Leichtigkeit, welche Unbeschwertheit! ..."
Jiddu Krishnamurti, 1895 in Indien geboren, wurde nach der Lehre der Theosophie erzogen und leitete 18 Jahre lang einen theosophischen Orden. Dann machte er sich von allen Bindungen frei und folgte seiner Aufgabe, den Menschen in aller Welt eine neue Freiheit nahe zu bringen. In seinem Buch "Einbruch in die Freiheit" schreibt er:
"... Weder die Qualen der Unterdrückung noch die gewaltsame Disziplin der Anpassung an ein Vorbild haben zur Wahrheit geführt. Um die Wahrheit zu finden, muss der Mensch vollkommen frei sein ohne die geringste Verzerrung oder Verkrampfung. Aber zunächst wollen wir uns fragen, ob wir wirklich frei sein möchten. Wenn wir über Freiheit sprechen, meinen wir dann die totale Freiheit oder nur die Freiheit von etwas, das uns unbequem oder unangenehm oder unerwünscht ist? Wir würden gerne von schmerzlichen und hässlichen Erinnerungen und traurigen Erfahrungen frei sein; aber unsere angenehmen, befriedigenden Ideologien, Formeln und Beziehungen möchten wir behalten. Es ist aber unmöglich, die einen ohne die anderen zu bewahren ... So muss sich jeder von uns entscheiden, ob er vollkommen frei zu sein wünscht oder nicht. Wenn wir sagen, dass wir frei sein wollen, dann müssen wir das Wesen und die Struktur der Freiheit verstehen.
Ist es Freiheit, wenn Sie von etwas frei sind - frei von Leid, frei von irgendeiner Angst? Oder ist Freiheit etwas völlig anderes? ...
Freiheit ist ein Zustand des Geistes - nicht die Freiheit von etwas, sondern das Gefühl der Freiheit, alles anzuzweifeln und in Frage zu stellen, und zwar so intensiv, aktiv und kraftvoll, dass sie jede Art von Abhängigkeit, Sklaverei, Anpassung und Anerkennung von sich wirft."
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